Brandenburg


Mit harter Schale und weichem Kern

BrandenburgJa, jaa, so sind sie, die Brandenburger – harte Schale und superweicher Kern. Grund für die Zurückhaltung der Menschen hier sind nicht zuletzt die vielen ländlichen Gebiete. Manche sind der Meinung, dass Brandburger dickköpfig und eigensinnig sind. Haben Sie sich als Reisender aber erst mal in die Herzen der Einheimischen geschlichen, werden Sie freudig aufgenommen. Und vor allem werden Sie zum Feiern eingeladen. Und feiern, das können die Brandenburger. Dazu nutzen sie jede Gelegenheit. Feste wie die Baumblüte in Werder oder die Potsdamer Schlössernacht suchen ihresgleichen. Bei einer Reise durch Brandenburg können Sie das schnell feststellen.

Brandenburg hat vor allem eins: Wunderschöne, traumhafte Landschaften, die Lust auf mehr machen. Kaum ein anderes Bundesland hat so romantische Seen, verschwiegene Wälder, saftige Auen und sanfte Hügel. Nicht ohne Grund trägt die Uckermark den Beinamen „Toscana des Nordens“ und die Schorfheide die Auszeichnung Weltnaturerbe-Gebiet. Mit dem Oderbruch, dem Havelland und dem Spreewald ist Brandenburg einfach eine Wunder mit überraschender Vielfalt und einem ganz eigenen, spröden Charme. Vor allem Wasser spielt hier eine große Rolle. Die Endmoräne zeigt sich an vielen Stellen. Sollten Sie zu den Naturfreunden gehören, sind Sie hier genau richtig.

Glauben Sie jetzt bloß nicht, Brandenburg hätte nur Landschaften zu bieten. Als historischer Kern des preußischen Staates war Brandenburg lange Zeit für Zuwanderer sehr interessant. In dieser herben Landschaft sind Sehenswürdigkeiten von wundervoller Schönheit gewachsen. Schlösser, Burgen und Kloster laden Sie ein zu einem Bummel durch die Zeit. Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten gehören natürlich das Schloss Sanssouci, das Kloster Chorin und Schloss Boitzenburg. Brandenburg hat aber auch moderne Sehenswürdigkeiten wie das Schiffshebewerk Niederfinow.

Brandenburg, das sind 14 Landkreise und vier kreisfreie Städte. Auf einer Fläche von 29.478,61 km² wohnen Sanssouci2,493 Millionen Menschen. Mit 85 Einwohnern pro km² ist Brandenburg eher dünn besiedelt. Das liegt vor allem an den weiten Landschaften, in denen nur wenige große Städte entstanden sind. Dialekte werden hier gleich mehrere gesprochen. Natürlich hat der Berliner Dialekt auch seine Spuren hinterlassen, denn Berlin wird von Brandenburg fest im Griff gehalten. Aber auch Hochdeutsch und das Mark-Brandenburgische werden hier gesprochen. An den Grenzen zu Sachsen hat sich vor allem das Osterländische durchgesetzt. Und auch das Eberswalder Kanaldeutsch und der Lausitzer Dialekt sind hier vertreten.

Ebenso weitläufig wie das Land ist auch die Brandenburger Küche. In Brandenburg wird vor allem sehr bodenständig gekocht. Kein Wunder, hat doch hier die Landwirtschaft das Sagen. Dank der vielen Seen ist auf dem brandenburgischen Tisch sehr viel Fisch zu finden. Aus der Uckermark kommen Klopfschinken und Schlachteplatte, aus der Prignitz Knieperkohl und aus der Niederlausitz Plinsen. Weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind die echten Spreewälder Gurken und der Beelitzer Spargel. Kartoffeln gehören hier überall dazu, denn die Kartoffel wurde von Großen Friedrich per Gesetz verordnet. Und so wundert es wohl auch nicht, dass Kartoffeln, Quark und Leinöl eine echte brandenburgische Spezialität ist. Gut, nicht ganz echt, denn sie kommt aus der Niederlausitz.

SanssouciWirtschaftlich gehörte Brandenburg nach der Wende zu den Ländern, die am meisten zu kämpfen hatten. Mit dem Rückgang der Landwirtschaft und der Schließung von namhaften Betrieben der DDR gehört das Land zu den Ländern mit der höchsten Arbeitslosigkeit. Inzwischen haben sich die Brandenburger aber ganz schön aufgerappelt. Brandenburg weißt immer noch eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit auf, doch die Situation beginnt sich zu entspannen. Die regionalen Unterschiede sind allerdings groß. Dabei schneidet der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit einer Quote von 7,6 Prozent Arbeitslosigkeit relativ gut ab. Schlechter trifft es die Uckermark, die mit 18 Prozent bundesweit an der Spitze liegt.

 

Bildquelle:

Wikipedia TUBS

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